Deep Research geht deutlich über klassische KI-Abfragen hinaus. Statt einzelner Antworten wird ein mehrstufiger Rechercheprozess angestoßen: Die KI zerlegt eine Fragestellung in Teilaspekte, durchsucht systematisch unterschiedliche Quellen, vergleicht Informationen, erkennt Lücken und führt die Ergebnisse in einer strukturierten Gesamtschau zusammen. Ergebnis sind keine Kurztexte, sondern ausführliche Übersichten – inklusive Begründungen, Einordnungen und Quellenverweisen.

Ein spannender Aspekt: Auch der Recherche-Prompt selbst kann von der KI entwickelt werden.
Wer etwa nur grob formuliert, „Ich brauche einen Rechercheprompt für Deep Research zu Finanzierungsmöglichkeiten für Erwachsenenbildungsprojekte mit KI“, erhält einen präzisierten Rechercheplan: Zielgruppen, Förderlogiken, Programmkategorien, Zeiträume, geografische Ebenen. Dieser kann ggf. adaptiert werden und in Tiefenrecherche von z.B. Gemini und ChatGPT eingegeben werden. Die Qualität der Ergebnisse steigt dadurch – gerade bei komplexen Fragestellungen.
Wir haben diese Funktion exemplarisch ausprobiert:
Als Testfall diente eine Recherche zu Finanzierungsmöglichkeiten für Erwachsenenbildungs-Projekte im Bereich Künstliche Intelligenz. Das Ergebnis ist eine strukturierte Übersicht über öffentliche, halböffentliche und private Förderoptionen, differenziert nach Programmen, Förderschwerpunkten und Projektlogiken – ein Output, der sonst nur mit viel Erfahrung und erheblichem Zeitaufwand zu erstellen wäre.
Zum Recherche-Ergebnis
– Gemini hat ein 20seitiges Dokument erstellt
– Bei ChatGPT ist das Ergebnis nicht ganz so ausführlich.
Für die Erwachsenenbildung ist das hoch relevant. Nicht, weil Recherche „outgesourct“ wird, sondern weil sich die Rolle verschiebt: weg vom mühsamen Sammeln hin zum Einordnen, Bewerten und strategischen Entscheiden. Deep Research ersetzt kein Fachwissen – aber es verändert, wie schnell Orientierung entsteht. Und genau diese Zeitersparnis wird in Zukunft ein entscheidender Faktor sein.
P.S.: Übrigens biete ich regelmäßig Workshops und Beratung zum Einsatz von KI im gesamten Projektzyklus an. Die Recherche ist dabei lediglich der erste Schritt.
P.P.S.: Dieser Beitrag erscheint (in etwas geänderter Form) auch im Newsletter https://www.51gradnord.ai/