Wer in der Erwachsenenbildung mit Transkripten, Beratungsprotokollen oder Teilnehmendendaten arbeitet, steht vor einem bekannten Dilemma: Die leistungsstärksten KI-Modelle laufen auf US-Servern – und personenbezogene Daten haben dort nichts verloren. EU-Serverstandorte allein lösen das Problem nicht, denn der US CLOUD Act verpflichtet amerikanische Unternehmen zur Datenherausgabe, unabhängig davon, wo die Server physisch stehen.
Das Kieler Startup anymize geht einen anderen Weg. Der Dienst pseudonymisiert Dokumente automatisch auf deutschen Servern, bevor sie an Sprachmodelle wie ChatGPT, Claude oder Gemini weitergereicht werden. Namen, Adressen und andere personenbezogene Daten werden dabei durch Platzhalter ersetzt. Die KI arbeitet mit dem anonymisierten Text – und nach der Verarbeitung werden die Originaldaten in der Ausgabe wiederhergestellt. Die Anonymisierung selbst läuft über Hetzner-Rechenzentren in Deutschland, ISO 27001-zertifiziert und mit erneuerbaren Energien betrieben.

Für die Erwachsenenbildung ist das ein interessanter Ansatz: Wer etwa Zoom-Transkripte zu Protokollen verarbeiten möchte, kann so mit internationalen KI-Modellen arbeiten, ohne dass personenbezogene Daten die EU verlassen. anymize bietet eine kostenlose Testphase und lässt sich auch über API in bestehende Workflows einbinden.