
Ich habe in den letzten Tagen ausprobiert, wie weit man mit ChatGPT bei der Erforschung der eigenen Familiengeschichte kommen kann.
Mein Ausgangspunkt war sehr einfach: Ich habe ChatGPT sinngemäß gefragt:
„Erzähle mir auf Basis meines Nachnamens (und ein paar weiterer Ortsangaben) die Ursprünge meiner Familiengeschichte und versuche herauszufinden, wie weit sie sich zurückverfolgen lässt.“
Danach entwickelte sich die Recherche Schritt für Schritt weiter. Aus einigen Namen, Orten und knappen Hinweisen entstand nach und nach eine systematischere Suche. ChatGPT recherchierte historische Spuren, verglich Namensvarianten, suchte nach möglichen Zusammenhängen zwischen Personen und Orten und schlug immer wieder neue Recherchewege vor.
Interessant war vor allem der Wechsel zwischen Online-Recherche und klassischer Archivarbeit. Sobald öffentlich zugängliche Quellen nicht mehr ausreichten, ging es darum herauszufinden, welche Archive, Gemeinden oder anderen Institutionen noch Unterlagen haben könnten.
ChatGPT half dann auch dabei, konkrete Anfragen an Archive zu formulieren. Die notwendigen Informationen wurden aus der bisherigen Recherche zusammengetragen, passende Kontaktadressen gesucht und die Anfragen vorbereitet und direkt verschickt. Die ersten Antworten sind bereits eingelangt und können nun die Suche bereichern.
Für mich zeigt dieses Experiment sehr schön, was sich durch agentische KI verändert: ChatGPT beantwortet nicht nur einzelne Fragen, sondern kann eine Recherche über viele Schritte hinweg begleiten und zunehmend auch die nächsten praktischen Schritte übernehmen. Die Recherche erschloss interessante Ergebnisse und neue Quellen, die mir ohne KI wohl verborgen geblieben wären.